Bilder-SEO: Bildoptimierung für mehr Besucher

Die Bildersuche ist die meistgenutzte Funktion nach der „normalen“ Websuche bei Suchmaschinen. Jedes sechste bis zwölfte Mal wird sie genutzt.

Seitenbetreibern eröffnet die Bildersuche daher einen Zugang zu neuen Besuchern abseits der textlastigen Suchmaschinen-Ergebnislisten und bringt noch zwei entscheidende Vorteile mit: Das Ranking ist noch nicht so hart umkämpft wie jene der „normalen“ Websuche. Es ist also leichter eine gute Position bei Google und Co. zu erlangen. Und dank neuer multimedialer Suchprozesse wie der Google Universal Search können Sites nur aufgrund starker Bilder auch bei klassischen Suchanfragen ganz oben stehen.

Wie werden Bilder für Suchmaschinen optimiert?

Weil Suchmaschinen auf Bildern nichts erkennen können, sind sie auf die Informationen rund um die Grafiken angewiesen. Der Seitenbetreiber muss den Suchmaschinen also mitteilen, was auf einem Bild zu erkennen ist. Im Gegensatz zur „normalen“ Suchmaschinenoptimierung einer Website entscheidet bei Bildern nicht fast ausschließlich die externe Linkpower – zumindest noch nicht. Die wichtigsten Faktoren für die Suchmaschinenoptierung von Bildern sind der Dateiname,  der Alt-Text, die Umgebung und der Page Title. Erst an fünfter Stelle steht die externe Verlinkung.

Jeder Webmaster kann daher seine Bilder noch weitestgehend selbst für Google und andere Suchmaschinen optimieren. Selbst dann, wenn er über kein großes „Linknetzwerk“ verfügt:

Schon im Dateinamen sollte vorkommen, was auf dem Bild zu sehen ist. Der Name „DSCN4531“ verrät nicht mehr, als dass dieses Foto von einer Digitalkamera stammt. Mehrere Wörter im Dateinamen sollten mit Bindestrich, nicht mit Unterstrich gekennzeichnet werden. Im Alt-Tag folgt idealer Weise eine Beschreibung des Bildes. Diese Möglichkeit war in früheren Zeiten für User mit langsamer Internetverbindung gedacht, die sich keine Grafiken anzeigen ließen. In Zeiten der weitverbreiteten DSL-Verbindung machen sich dieses Attribut vor allem Suchmaschinen zu nutze. Das Alt-Tag wird daher zu einer der wichtigsten Informationsquelle für die Suchmaschinenrobots.

Speichert man Grafiken auf seinem Webserver, sollte für eine bestimmte Art von Grafik auch die richtige Dateiendung gewählt werden. So „vermuten“ Suchmaschinen hinter JPEGs meist Fotos, während Grafiken eher als GIF und PNG angelegt werden. Das ist von entscheidender Bedeutung, wenn ein User den Suchbegriff „Foto“ seiner Anfrage hinzufügt. Zudem sollten die Bilder und Grafiken nicht in einem allgemeinen „Upload“- oder „Images“-Odner abgelegt werden, sondern lieber im themenrelevanten Ordner des Beitrags.

Auch die Position des Bildes auf der Seite spielt eine Rolle. Es sollte nahe an den zugehörigen Keywords des Textes platziert sein. Im Idealfall wird das Bild von den Keywords umgeben.

Für Bilder und Grafiken gilt so wie für Textbeiträge, dass Suchmaschinen doppelte Inhalte abstrafen. Daher sollte man seine Bilder nicht mehrfach verwenden.  Oder man achtet mittels robots.txt darauf, diese Bilder nicht indizieren zu lassen.

Aktualität bringt keine Vorteile bei der Bildersuche. Viele Seitenbetreiber haben beobachtet, dass vor allem ihre älteren Bilder besser gerankt wurden. Einmal indizierte Pics sollten auch nicht mehr verändert werden. Viele Webmaster berichten in ihren Blogs, dass trotz gleichem Namen und gleicher Größe erneuerte Grafiken von Google aus dem Index genommen wurden. Als Grund wird das veränderte Erstellungsdatum der Datei auf dem Server angenommen.