Mit Signalwörtern Interesse wecken

Wer seine Besucher zum Lesen des Inhalts anregen will, braucht Überschriften mit großer Wirkung. Wortwahl und Position der Wörter bestimmen, ob eine Headline wahrgenommen wird oder nicht. Wer seine Besucher zum Lesen des Inhalts anregen will, braucht Überschriften mit großer Wirkung. Wortwahl und Position der Wörter bestimmen, ob eine Headline wahrgenommen wird oder nicht.

Menschen lesen im Internet nicht, sie „scannen“ die Inhalte nur. Dabei brauchen sie rund 4,4 Sekunden für 100 Wörter. Anders ausgedrückt: Nur jedes fünfte Wort wird tatsächlich gelesen. Das funktioniert nach einem F-Muster. Wir starten links oben, wandern mit unseren Blicken waagrecht nach rechts und betrachten weiter nach unten gehend nur noch den linken Rand einer Website.

Will ein Seitenbetreiber das Interesse des Besuchers wecken, muss er ihn genau an diesen Stellen mit den richtigen Signalwörtern abholen. Diese müssen also möglichst weit links vorkommen.

Dieses Prinzip sollte bei jeder listenartigen Aufzählung berücksichtigt werden. Am anschaulichsten wird das demonstriert an Websites mit regelmäßigen Textbeiträgen. Meist werden die Überschriften und die ersten paar Sätze auf einer übergeordneten Ebene in einer Liste aufgeführt. Der Besucher scannt nun den linken Rand entlang. Trifft er dort auf ein Signalwort, das sein Interesse weckt, wird er auch den Rest der Überschrift lesen. Als Grundregel kann angenommen werden, dass User beim scannen die ersten ein bis drei Wörter oder rund elf Zeichen bewusst wahrnehmen.

So machen Sie aus Besuchern Leser

Elf Zeichen sind nicht viel Platz, um Interesse zu wecken. Daher sind die Signalwörter im Idealfall so gewählt, dass der Besucher daran schon das Kernthema des Beitrags erkennen kann. Sie müssen stets an der ersten Stelle – also ganz links – einer Überschrift oder eines Listeneintrags stehen. Die gesamte Überschrift, die zwischen 40 und 60 Zeichen lang sein sollte, muss dann bereits eine sehr kurze Zusammenfassung des Textes sein.

Da die ersten Wörter eines Titels so entscheidend sind, kommt der Wortwahl besondere Bedeutung zu. Verwenden Sie klare, leicht verständliche Ausdrücke und achten Sie darauf, nur gebräuchliche Fachbegriffe einzusetzen. Um ein Beispiel zu nennen: In den USA ist es üblich, die Firma IBM „Big Blue“ zu nennen. Ein Leser, der sich für IBM interessiert, den Ausdruck aber nicht kennt, wird darauf nicht anspringen. Dies ist ein häufiger Fehler bei der Suchmaschinenoptimierung, denn Suchmaschinen können einen solchen Ausdruck auch nicht richtig zuordnen.

Verzichten Sie bei den ersten Zeichen der Überschrift wenn möglich auf Artikel und beginnen Sie nicht immer mit dem gleichen Wort. Viele Listen sind alphabetisch geordnet. Wenn dann fast alle Beiträge unter „der“, „die“ oder „das“ zu finden sind, wird die alphabetische Ordnung ad absurdum geführt.

Zudem sollten Sie als Signalwörter keine reizlosen oder zu allgemeinen Begriffe wie „Einführung“ benutzen. Solche Wörter sind keine Eye-Catcher, die zum Lesen anregen oder Information zum Inhalt vermitteln. Auch Marketing-Kauderwelsch und andere selbstgebastelte Modewörter sind meist schwer verständlich oder nichtssagend.

Vermitteln Sie dem User lieber sofort, worum es in einem Beitrag geht. Wenn ihn das Thema gerade interessiert, kriegen Sie ihn auf diese Weise dazu, schlussendlich den gesamten Text zu lesen.