Mobile-SEO: Suchmaschinenoptimierung für Handys

Mobile-SEO ist die Suchmaschinenoptimierung von Websites für mobile Endgeräte. Google, Yahoo! und andere Suchmaschinen listen bei Handyusern jene Sites weiter vorne, die speziell auf mobile Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Mobile-SEO ist die Suchmaschinenoptimierung von Websites für mobile Endgeräte. Google, Yahoo! und andere Suchmaschinen rüsten für das „tragbare“ Internet der Zukunft und bieten für mobile Endgeräte verschiedene Tools, Anwendungen und vor allem eigene Ergebnislisten bei Suchanfragen. Das heißt, sie listen bei Handyusern jene Sites weiter vorne, die speziell auf mobile Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Weil viele große und mittelständische Unternehmen den Schritt zu einer „Homepage fürs Handy“ noch nicht getan haben, sind die Topplatzierungen bei mobilen Suchen noch nicht so hart umkämpft wie die „normalen“ Ergebnislisten. Die Erfolgschance mit der eigenen Website unter beliebten Suchbegriffen ganz oben zu stehen, ist demnach deutlich größer.

Der Vorteil: Das Potenzial der mobilen Nutzung ist größer, als es das des festen Arbeitsplatzes jemals war. Rund eine Milliarde PCs mit Internetanschluss gibt es derzeit weltweit, aber rund drei Mal so viele Handyverträge. Allein in Deutschland gibt es mehr Handyverträge als Einwohner. Jeder siebte davon nutzt das UMTS-Angebot der Netzbetreiber – Tendenz steigend.

So optimiert man für das mobile Netz

Grundsätzlich gelten für die Suchmaschinenoptimierung der Seiten für mobile Endgeräte die gleichen Regeln wie für die klassische Suchmaschinenoptimierung. Eingehende Links dienen den Suchmaschinen als Referenz. Im Idealfall sorgt qualitativ hochwertiger Inhalt für einen natürlichen Linkaufbau.

Da es aber noch nicht so viele Seiten für das mobile Netz gibt, können Seitenbetreiber schon durch On-Page-Optimierung viel erreichen. Dabei sollte man die Eigenheiten der mobilen Endgeräte beachten:
Eine Besonderheit beim Suchen via Handy ist der unterschiedliche Umgang mit den Schlüsselwörtern. Mobile User halten Suchanfragen möglichst kurz, da die Eingabe aufwendiger ist. Daher sollte ein Seitenbetreiber auch auf wenige, kurze, aber aussagekräftige Keywords hin optimieren. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit lokaler Anfragen größer. Die User suchen ein Restaurant, einen Buchladen, ein Fachgeschäft in der Nähe des momentanen Standortes.

Die Ansprüche an die Aktualität einer Seite steigen. Der User hat jederzeit die Möglichkeit aktuelle Geschehnisse abzufragen. Lebt eine Seite von solchen Meldungen (z.B.: Sportergebnisse), muss der User sofort darauf zugreifen können.

Grafisch muss man sich auf das Wesentliche beschränken. Flash-Animationen und Bilder verlieren auf dem kleinen Display ihre Wirkung. Zu viele Elemente machen die Navigation generell aufwendiger.

Technisch gibt es zwei Herangehensweisen, um Websites für mobile Endgeräte vorzubereiten. Entweder man lädt CSS-Dateien für Handys in die herkömmlichen Seiten oder man produziert eigene Seiten für diese User. Bei der zweiten Variante ist es den Suchmaschinen grundsätzlich egal, ob man dafür eine eigene „.mobi“ Domain einrichtet oder die neuen Seiten mittels Link in die alte Websitestruktur einbaut. Jedoch lässt sich durch die Verwendung der „klassischen“ Domain der Trust der „normalen“ Homepage auf die mobilen Seiten vererben.

Die mobilen Seiten selbst sollten in XHTML und nicht mehr im veralteten WML geschrieben werden. Wichtiger als die Programmiersprache ist allerdings, dass die Suchmaschinen die Seiten als „für mobile Endgeräte optimiert“ erkennen. Zusätzlich sollte man seine mobilen Sites bei Yahoo anmelden und die mobile Sitemap in den Google-Webmastertools als solche eintragen.