Wie ChatGPT, Gemini und Perplexity Websites finden und bewerten
Lange Zeit war Suchmaschinenoptimierung vergleichsweise einfach erklärt: Wer bei Google möglichst weit oben erscheinen wollte, optimierte seine Website für relevante Suchbegriffe, verbesserte die Technik und veröffentlichte regelmäßig hochwertige Inhalte. Dieses Prinzip gilt auch heute noch. Gleichzeitig verändert sich jedoch die Art, wie Menschen nach Informationen suchen: Immer häufiger stellen Nutzer ihre Fragen direkt an Künstliche Intelligenzen wie ChatGPT, Gemini, Perplexity oder die Google AI Overviews und erhalten statt einer Liste mit Webseiten sofort eine zusammengefasste Antwort.
Für Unternehmen stellt sich dadurch eine neue Frage: Wie schafft es meine Website, von KI-Systemen als vertrauenswürdige Quelle genutzt zu werden?
Die Antwort ist überraschend beruhigend. Es gibt keine geheime Einstellung und keinen speziellen „ChatGPT-Modus“ für Websites. Es profitieren die Unternehmen, die bereits heute auf hochwertige Inhalte, eine saubere Website-Struktur und echte Fachkompetenz setzen.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie moderne KI-Systeme Informationen finden und bewerten und warum einige Websites deutlich häufiger in KI-generierten Antworten erscheinen als andere.
Suchmaschinen und KI-Systeme verfolgen unterschiedliche Ziele
Um zu verstehen, wie ChatGPT oder Gemini arbeiten, hilft zunächst ein Blick auf den Unterschied zur klassischen Suchmaschine. Google möchte dem Nutzer möglichst passende Webseiten präsentieren. Dafür durchsucht die Suchmaschine Milliarden von Seiten und bewertet sie anhand hunderter Rankingfaktoren. Das Ergebnis ist eine Liste mit Suchergebnissen: Der Nutzer entscheidet anschließend selbst, welche Website er besucht.
KI-Systeme verfolgen ein anderes Ziel. Sie möchten nicht in erster Linie Webseiten anzeigen, sondern möglichst direkt eine verständliche Antwort liefern. Statt zehn Links entsteht häufig eine Zusammenfassung verschiedener Informationsquellen. Die Website selbst rückt dadurch zunächst in den Hintergrund, umso wichtiger wird die Frage: Welche Quellen hält die KI für besonders vertrauenswürdig? Was dieser Unterschied für Ihre Strategie bedeutet, haben wir im Beitrag GEO vs. SEO ausführlich verglichen.
Wie gelangen Informationen in KI-Systeme?
Eine weit verbreitete Annahme lautet: „Ich muss meine Website irgendwo bei ChatGPT anmelden.“ Das ist nicht erforderlich. Moderne KI-Systeme greifen — je nach Anbieter — auf unterschiedliche Informationsquellen zurück: öffentlich zugängliche Webseiten, Suchmaschinenindizes, strukturierte Wissensdatenbanken, lizenzierte Inhalte, aktuelle Websuchen und das trainierte Sprachmodell selbst.
Welche Quellen im Einzelfall verwendet werden, hängt vom jeweiligen System und der konkreten Anfrage ab. Für Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Ihre Website muss grundsätzlich erreichbar und verständlich sein. Wenn Suchmaschinen oder KI-Crawler Inhalte nicht erfassen können, sinkt die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass diese Informationen später in KI-Antworten berücksichtigt werden.
Arbeiten ChatGPT, Gemini und Perplexity gleich?
Obwohl alle Systeme auf moderner Künstlicher Intelligenz basieren, unterscheiden sie sich deutlich.
ChatGPT
ChatGPT beantwortet Fragen auf Basis seines trainierten Wissens. Je nach Version kann zusätzlich eine aktuelle Websuche durchgeführt werden, dadurch lassen sich auch aktuelle Ereignisse oder neu veröffentlichte Inhalte berücksichtigen. ChatGPT versucht dabei, verschiedene Quellen zu einer verständlichen Antwort zusammenzuführen.
Gemini
Gemini stammt von Google und ist eng mit dessen Suchtechnologie verbunden. Das System profitiert von Googles Erfahrung beim Crawlen, Verstehen und Bewerten von Websites. Besonders strukturierte Inhalte und klar aufgebaute Webseiten lassen sich dadurch leichter einordnen.
Perplexity
Perplexity verfolgt einen etwas anderen Ansatz: Das System nennt die verwendeten Quellen häufig direkt und ermöglicht Nutzern, diese unmittelbar aufzurufen. Dadurch entsteht eine hohe Transparenz und für Unternehmen ein zusätzlicher Vorteil: Wer hochwertige Inhalte veröffentlicht, kann häufiger direkt als Quelle sichtbar werden.
Welche Websites werden besonders häufig berücksichtigt?
Viele Unternehmer vermuten, dass KI-Systeme völlig andere Kriterien verwenden als Suchmaschinen. Tatsächlich gibt es große Überschneidungen. Besonders gute Chancen besitzen Websites mit drei Eigenschaften.
Fachlich hochwertige Inhalte
KI-Systeme bevorzugen Inhalte, die eine Frage möglichst vollständig beantworten. Ein kurzer Werbetext reicht dafür selten aus. Ein ausführlicher Leitfaden mit Definitionen, Beispielen, Checklisten und weiterführenden Informationen besitzt deutlich bessere Voraussetzungen.
Verständliche Sprache
Komplexe Fachthemen sollten einfach erklärt werden. Kurze Absätze, aussagekräftige Überschriften und eine logische Struktur erleichtern sowohl Menschen als auch KI-Systemen das Verständnis. Wer komplizierte Sachverhalte verständlich erklären kann, erhöht die Chance, als Quelle berücksichtigt zu werden.
Thematische Autorität
Ein einzelner Blogartikel macht noch keinen Experten. Wer dagegen über längere Zeit hochwertige Inhalte zu einem Fachgebiet veröffentlicht, signalisiert Kompetenz. Nehmen wir als Beispiel eine SEO-Agentur: Eine Website mit nur einer Leistungsseite zum Thema Suchmaschinenoptimierung besitzt deutlich weniger thematische Tiefe als ein Blog mit Beiträgen zu Keyword-Recherche, GEO, Local SEO, Core Web Vitals, Google Business Profile und interner Verlinkung. Für Suchmaschinen und KI-Systeme entsteht dadurch ein klares Bild: Dieses Unternehmen beschäftigt sich intensiv mit diesem Fachgebiet.
Inhalte statt Werbeaussagen
Ein häufiger Fehler vieler Unternehmenswebsites besteht darin, überwiegend Marketingfloskeln zu verwenden. Eine Aussage wie „Wir bieten individuelle Lösungen auf höchstem Niveau“ ist zwar werblich formuliert, liefert aber kaum verwertbare Informationen.
Deutlich hilfreicher wäre: „Wir entwickeln WordPress-Websites für kleine und mittelständische Unternehmen und kombinieren Webdesign, Suchmaschinenoptimierung, GEO und Conversion-Optimierung, damit unsere Kunden langfristig mehr qualifizierte Anfragen erhalten.“
Hier erkennt ein KI-System unmittelbar, welche Leistungen angeboten werden, für wen sie gedacht sind, welchen Nutzen sie bieten und worauf sich das Unternehmen spezialisiert hat. Solche konkreten Informationen sind wesentlich wertvoller als allgemeine Werbeaussagen.
E-E-A-T: Vertrauen wird zum entscheidenden Signal
Google verwendet seit einigen Jahren das Konzept E-E-A-T: Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness, also Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. KI-Systeme verwenden diese Kriterien zwar nicht offiziell als Rankingmodell, verfolgen aber ein sehr ähnliches Ziel: Sie möchten möglichst zuverlässige und hilfreiche Informationen liefern. Deshalb bewerten sie nicht nur einzelne Texte, sondern versuchen auch einzuschätzen, wie vertrauenswürdig die Quelle dahinter ist.
Glaubwürdigkeit entsteht beispielsweise durch:
- nachvollziehbare Autorenprofile,
- vollständige Unternehmensinformationen und ein Impressum,
- Referenzen und Fallstudien,
- Kundenbewertungen,
- seriöse, nachvollziehbare Quellen,
- regelmäßig aktualisierte Inhalte.
Gerade bei Themen wie Medizin, Recht, Finanzen oder Steuerberatung spielt Vertrauen eine besonders große Rolle. Aber auch für klassische Unternehmenswebsites gilt: Wer Kompetenz sichtbar macht, erhöht die Wahrscheinlichkeit, als vertrauenswürdige Quelle wahrgenommen zu werden, besonders bei beratungsintensiven Dienstleistungen.
Strukturierte Daten: Eindeutige Signale für Maschinen
Menschen können Inhalte oft intuitiv verstehen. Computer benötigen dagegen möglichst eindeutige Informationen. Hier kommen strukturierte Daten ins Spiel: zusätzliche Angaben im Quellcode einer Website, die Suchmaschinen und KI-Systemen helfen zu erkennen, ob es sich um einen Artikel handelt, wer der Autor ist, wann der Inhalt veröffentlicht wurde, welches Unternehmen dahintersteht und welche Fragen beantwortet werden.
Ein Besucher sieht diese Informationen in der Regel nicht, für Maschinen sind sie jedoch sehr hilfreich. Besonders sinnvoll sind unter anderem die Typen Organization, Person, Article, Breadcrumb, FAQ und LocalBusiness. Strukturierte Daten ersetzen keine hochwertigen Inhalte, sie erleichtern jedoch deren Einordnung.
Themencluster und interne Verlinkung: So entsteht ein Wissensnetzwerk
Viele Unternehmen veröffentlichen gelegentlich einen Blogartikel und hoffen anschließend auf gute Rankings. Nach unserer Erfahrung ist dieser Ansatz selten erfolgreich. Deutlich wirkungsvoller sind Themencluster: ein Netzwerk aus mehreren Artikeln, die sich gegenseitig ergänzen. Der Hauptartikel könnte „Was ist SEO?“ lauten. Dazu entstehen Beiträge zu Keyword-Recherche, GEO, Local SEO, technischem SEO, Core Web Vitals und interner Verlinkung. Alle Artikel verlinken aufeinander.
Die interne Verlinkung ist dabei mehr als Navigation. Besucher finden passende Informationen, bleiben länger auf der Website und entdecken verwandte Themen. Gleichzeitig verstehen Suchmaschinen und KI-Systeme besser, welche Seiten besonders wichtig sind und wie einzelne Themen zusammenhängen.
Ein konkretes Beispiel aus diesem Blog: Der Artikel Keyword-Recherche für Unternehmen verweist auf GEO vs. SEO, Google Business Profile optimieren und weitere Beiträge und diese verlinken zurück. So entsteht Schritt für Schritt ein zusammenhängendes Wissensportal, genau wie in diesem Absatz gerade demonstriert.
Aktualität zählt
Gerade im Bereich Online-Marketing verändern sich viele Themen innerhalb weniger Monate. Neue Funktionen entstehen, alte Empfehlungen verlieren an Bedeutung. Ein Blogartikel aus dem Jahr 2021 kann fachlich durchaus korrekt sein, trotzdem bevorzugen Suchmaschinen und KI-Systeme häufig aktuellere Inhalte, wenn diese neue Entwicklungen berücksichtigen.
Prüfen Sie wichtige Artikel deshalb regelmäßig: Stimmen die genannten Zahlen noch? Gibt es neue Funktionen? Haben sich Fachbegriffe geändert? Sind Screenshots aktuell? Gibt es neue Praxisbeispiele? Bereits kleine Aktualisierungen können die Qualität eines Artikels deutlich verbessern.
Die Technik bleibt wichtig
Manche Unternehmen glauben, dass hochwertige Inhalte allein ausreichen. Ganz so einfach ist es nicht, auch KI-Systeme müssen Inhalte zunächst erfassen können. Deshalb bleiben technische Grundlagen weiterhin wichtig: schnelle Ladezeiten, mobile Optimierung, eine saubere HTML-Struktur, funktionierende interne Links, eine XML-Sitemap, sinnvolle Überschriften, korrekte Canonical-Tags und eine fehlerfreie Indexierung.
Eine technisch saubere Website bildet die Grundlage dafür, dass Inhalte überhaupt gefunden und verarbeitet werden können. Welche technischen Stolperfallen dabei am häufigsten auftreten, zeigt unser Beitrag zu den häufigsten SEO-Fehlern auf WordPress-Websites.
Praxisbeispiel: Zwei Websites im Vergleich
Stellen wir uns zwei Websites vor.
Website A besteht überwiegend aus kurzen Leistungsbeschreibungen. Der Blog wurde seit drei Jahren nicht aktualisiert, es existieren kaum interne Verlinkungen, Autoren werden nicht genannt, und die meisten Seiten enthalten allgemeine Werbeaussagen.
Website B veröffentlicht regelmäßig ausführliche Fachartikel. Jeder Beitrag beantwortet konkrete Fragen. Es gibt Autorenprofile, FAQ-Bereiche, interne Verlinkungen und strukturierte Daten. Die wichtigsten Inhalte werden regelmäßig aktualisiert.
Welche Website wird Google und ein KI-System eher als vertrauenswürdige Quelle einstufen? Die Antwort dürfte offensichtlich sein. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Artikel zu veröffentlichen — entscheidend ist, dass Inhalte nachvollziehbar, aktuell und hilfreich sind.
Sieben typische Fehler bei der Optimierung für KI-Systeme
Immer mehr Unternehmen möchten ihre Website für ChatGPT, Gemini oder Perplexity optimieren. Dabei entstehen häufig Missverständnisse, viele vermeintliche „GEO-Tricks“ versprechen schnelle Erfolge, zeigen langfristig aber kaum Wirkung. Diese Fehler sollten Sie vermeiden.
1. Nur noch für KI schreiben
Ein häufiger Irrtum lautet: „Meine Texte müssen jetzt vor allem ChatGPT gefallen.“ Das Gegenteil ist sinnvoll. KI-Systeme verfolgen letztlich dasselbe Ziel wie Suchmaschinen: Sie möchten Nutzern die bestmöglichen Informationen liefern. Wenn ein Artikel für Menschen verständlich geschrieben ist, klare Antworten liefert und echten Mehrwert bietet, erfüllt er bereits viele Voraussetzungen für gute Sichtbarkeit. Schreiben Sie deshalb immer zuerst für Ihre Zielgruppe, nicht für einen Algorithmus.
2. Inhalte ausschließlich mit KI erstellen
Künstliche Intelligenz kann beim Schreiben unterstützen, ersetzt jedoch keine fachliche Erfahrung. Viele automatisch erzeugte Texte wirken zunächst überzeugend, bei genauerem Lesen fehlen konkrete Beispiele, eigene Erfahrungen, aktuelle Entwicklungen, nachvollziehbare Einschätzungen und individuelle Lösungsansätze. Gerade diese Inhalte unterscheiden hochwertige Fachartikel von austauschbaren Masseninhalten. Nutzen Sie KI als Werkzeug, nicht als Ersatz für Ihre Expertise.
3. Zu oberflächlich bleiben
Viele Unternehmenswebsites beantworten Fragen nur sehr allgemein. „SEO verbessert die Sichtbarkeit bei Google“ ist zwar korrekt, hilft einem Leser aber kaum weiter. Ein hochwertiger Artikel erklärt zusätzlich, wie SEO funktioniert, welche Maßnahmen dazugehören, wann Ergebnisse zu erwarten sind, welche Fehler häufig auftreten und woran sich gute Arbeit erkennen lässt. Je vollständiger eine Antwort ist, desto wertvoller wird sie für Besucher und KI-Systeme.
4. Fachbegriffe nicht erklären
Viele Unternehmen setzen voraus, dass ihre Zielgruppe sämtliche Fachbegriffe kennt. In der Praxis ist das selten der Fall. Begriffe wie Canonical Tag, Crawling, Core Web Vitals, Schema.org oder JSON-LD sollten zumindest kurz erläutert oder auf passende Artikel verlinkt werden. Dadurch steigt die Verständlichkeit erheblich, für Leser und für Maschinen.
5. Inhalte nicht aktualisieren
Neue KI-Modelle erscheinen, Google führt neue Funktionen ein, Empfehlungen ändern sich. Veraltete Artikel schwächen die Glaubwürdigkeit der gesamten Website. Wie eine regelmäßige Überprüfung aussieht, haben wir oben im Kapitel zur Aktualität beschrieben, wichtig ist, dass sie überhaupt stattfindet.
6. Blogartikel isoliert veröffentlichen
Viele Blogartikel stehen völlig allein auf einer Website, ohne Verbindung zu verwandten Beiträgen. Dadurch verschenken Unternehmen wertvolles Potenzial. Jeder neue Artikel sollte in das bestehende Wissensnetzwerk eingebunden werden, mit Links zu passenden Beiträgen und Rückverweisen aus diesen Beiträgen.
7. KI als kurzfristigen Trend betrachten
Manche Unternehmen warten zunächst ab, andere möchten ihre komplette Website innerhalb weniger Tage „KI-fähig“ machen. Beides ist selten sinnvoll. Die Entwicklung wird langfristig weitergehen, deshalb lohnt es sich, die Website Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Wer kontinuierlich hochwertige Inhalte veröffentlicht, baut über Jahre hinweg eine starke Wissensbasis auf.
Praxistipp aus unserer Agentur
Viele Unternehmen fragen uns, ob sie ihre Website jetzt speziell für ChatGPT optimieren sollten. Unsere Antwort lautet meistens: Optimieren Sie Ihre Website zuerst für Ihre Zielgruppe. Wenn Besucher Ihre Inhalte leicht verstehen, Antworten schnell finden und Vertrauen aufbauen, profitieren davon fast immer auch Suchmaschinen und KI-Systeme.
Deshalb investieren wir von seoberlin in unseren Projekten zuerst in eine klare Seitenstruktur, hochwertige Inhalte, verständliche Sprache, logische interne Verlinkung und saubere Technik. Erst danach beschäftigen wir uns mit einzelnen technischen Optimierungen. Diese Reihenfolge führt nach unserer Erfahrung langfristig zu den besten Ergebnissen.
Und für jeden neuen Artikel gibt es einen einfachen Test: Beantwortet dieser Beitrag eine konkrete Frage vollständig und verständlich? Wenn ein Leser den Artikel beendet und anschließend keine weiteren Informationen mehr benötigt, haben Sie meist einen sehr guten Inhalt erstellt.
Checkliste: Ist Ihre Website bereit für KI-Systeme?
Nutzen Sie diese Übersicht als erste Orientierung.
Inhalte
- beantworten konkrete Fragen
- liefern nachvollziehbare Antworten
- enthalten Beispiele
- erklären Fachbegriffe
- werden regelmäßig aktualisiert
- besitzen klare Überschriften
Vertrauen
- vollständiges Impressum
- Ansprechpartner sichtbar
- Autorenprofile vorhanden
- Referenzen veröffentlicht
- Kundenbewertungen integriert
- Unternehmensprofil vollständig
Technik
- schnelle Ladezeiten
- mobile Optimierung
- strukturierte Daten
- XML-Sitemap
- saubere interne Verlinkung
- fehlerfreie Indexierung
Content-Strategie
- Themencluster aufgebaut
- regelmäßige Aktualisierung
- Blog vorhanden
- FAQ integriert
- klare Seitenstruktur
Häufige Fragen zur KI-Sichtbarkeit
Muss ich meine Website bei ChatGPT anmelden?
Nein. Wenn Ihre Website öffentlich erreichbar ist und von Suchmaschinen beziehungsweise KI-Crawlern verarbeitet werden kann, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass Ihre Inhalte berücksichtigt werden. Eine Anmeldung oder Registrierung gibt es nicht.
Gibt es spezielle GEO-Rankingfaktoren?
Bislang gibt es keine offiziell veröffentlichten Rankingfaktoren für KI-Systeme. Viele Empfehlungen orientieren sich daher an den bekannten Qualitätskriterien moderner Suchmaschinen und an beobachtbaren Mustern. Was die Disziplin insgesamt umfasst, erklärt unser Grundlagenbeitrag Was ist GEO und warum wird es für Unternehmen immer wichtiger?.
Werden klassische Suchmaschinen verschwinden?
Davon ist derzeit nicht auszugehen. Vielmehr wachsen klassische Suche und KI zunehmend zusammen: Google integriert bereits KI-Antworten in die Suchergebnisse, und auch andere Suchmaschinen verfolgen ähnliche Ansätze.
Kann ich KI-Crawler auch aussperren?
Ja. Über die robots.txt lassen sich KI-Crawler wie der GPTBot von OpenAI gezielt ausschließen. Bedenken Sie aber den Zielkonflikt: Wer KI-Crawler blockiert, verzichtet auf Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten. Für Unternehmen, die gefunden werden möchten, ist in der Regel das Gegenteil sinnvoll: Inhalte zugänglich machen und als Quelle präsent sein.
Wie messe ich den Erfolg von KI-Sichtbarkeit?
Eine einzelne Kennzahl existiert aktuell nicht. Hilfreich sind der organische Traffic, die Entwicklung der Markenanfragen, Erwähnungen in KI-Systemen (etwa über regelmäßige Test-Prompts), die Sichtbarkeit wichtiger Fachthemen und die Zahl qualifizierter Kontaktanfragen.
Brauche ich für jede Frage einen eigenen Artikel?
Nein. Häufig ist ein umfassender Leitfaden sinnvoller als viele kurze Einzelbeiträge. Gut strukturierte Cornerstone-Artikel bilden dabei das Zentrum eines Themenclusters — wie Sie solche Themen finden und priorisieren, zeigt unser Leitfaden zur Keyword-Recherche für Unternehmen.
Fazit
Die Sichtbarkeit in KI-Systemen wird für Unternehmen in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Dennoch unterscheiden sich die grundlegenden Erfolgsfaktoren weniger von klassischer Suchmaschinenoptimierung, als häufig vermutet wird. Suchmaschinen möchten passende Webseiten anzeigen, KI-Systeme erzeugen direkt eine Antwort, beide benötigen dafür dieselbe Grundlage: hochwertige Inhalte, nachvollziehbare Informationen, klare Struktur, technische Qualität und Vertrauen.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Inhalte zu produzieren. Entscheidend ist ihre Qualität: Ein ausführlicher, aktueller und verständlicher Fachartikel besitzt häufig deutlich mehr Potenzial als zehn kurze Texte ohne echten Mehrwert. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen können hier ihre größte Stärke ausspielen, sie kennen ihre Zielgruppe, ihre Branche und die typischen Fragen ihrer Kunden oft besser als große Wettbewerber. Dieses Wissen sollte sich konsequent in den Inhalten der Website widerspiegeln.
Weiterführende Beiträge
- Was ist GEO und warum wird es für Unternehmen immer wichtiger?
- GEO vs. SEO: Wo liegen die Unterschiede?
- Keyword-Recherche für Unternehmen: So finden Sie Themen, nach denen Kunden wirklich suchen
- Google Business Profile richtig optimieren
- Die 10 häufigsten SEO-Fehler auf WordPress-Websites
Sie möchten Ihre Website fit für Google und KI-Systeme machen?
Die Anforderungen an Unternehmenswebsites verändern sich. Suchmaschinenoptimierung allein reicht künftig oft nicht mehr aus. Gleichzeitig ist GEO keine völlig neue Disziplin, sondern eine sinnvolle Erweiterung einer bestehenden SEO-Strategie. Wir unterstützen Unternehmen dabei, Websites technisch und inhaltlich so weiterzuentwickeln, dass sie sowohl bei Google als auch in modernen KI-Systemen langfristig sichtbar bleiben. Mit einer Strategie, die SEO, GEO, Webdesign und Nutzerführung verbindet und nicht nur mehr Besucher bringt, sondern qualifizierte Anfragen.

